Ein würdiger Nachfolger für das Auto des Jahres?



Kia könnte sich eigentlich auf den Lorbeeren für den EV6 ausruhen. Das Auto des Jahres schafft man schließlich nicht alle Tage. Doch mit dem Konzept zum Elektro-SUV EV9 legt man jetzt noch ein paar Schippen oben drauf. Ob das dem E-Auto gut tut, ist allerdings fraglich.

EV9 vorgestellt: Kia präsentiert gigantische E-Auto-Studie

Mit dem EV9 hat Kia keinen Nachfolger für den EV6 vorgestellt. Das gigantische E-SUV soll sich vielmehr beim kleineren Stromer bedienen und dazu einige Neuerungen mitbringen. Das aber in einem ganz anderen Ausmaß. Erwarten dürfen Kia-Fans die 800-Volt-Schnelllade-Technologie aus dem EV6. Sie soll beim EV9 reichen, um 100 km Reichweite in sechs Minuten nachladen zu können.

Auch zur Reichweite macht Kia bereits angaben: Auf etwa 540 km werde der Elektro-SUV zum Start 2023 kommen. Ein paar wichtige Fakten sind damit schon einmal klar. Bei den Details hingegen schweigt man sich noch aus. So wird das riesige E-SUV einen stärkeren Akku brauchen als der kleine Bruder, der in diesem Jahr zum Auto des Jahres gewählt wurde. Bei den Maßen geht es einfach nicht anders: Das Konzeptauto kommt auf eine Länge von 4.93 m, ist rund 2.06 m breit und stolze 1.79 m hoch.

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Dass es genau diese Maße in die Serienversion schaffen werden, steht allerdings noch nicht fest. Sicher soll hingegen der beeindruckende Radstand von 3.1 m sein. Insgesamt gelte das jetzt vorgestellte Konzept als seriennah. Rund 90 Prozent dessen, was Kia bereits vorgestellt hat, soll es so künftig auch zu kaufen geben (Quelle: insideevs). Zu welchem ​​Preis, ist noch offen.

Kia setzt auf Over-the-Air-Updates für riesigen Elektro-SUV

Überzeugen will man mit dem großzügigen Platzangebot, nachhaltigen Materialien im Innenraum und moderner Entertainment-Ausstattung. So soll etwa ein 27-Zoll-Display als Schaltzentrale an Bord sein, die Außenspiegel sind beim Konzept bereits durch Kameras ersetzt.

Der Kia EV6 wirkt anders als der EV9 modern und schlank:

Der Sechssitzer soll außerdem verschiedene Voreinstellungen für den Innenraum bekommen, sodass man sich bei einer Pause zusammensetzen kann. Als erstes E-Auto von Kia will man Over-the-Air-Updates von Beginn an ermöglichen. Weitere Informationen will Kia kurz vor Marktstart veröffentlichen, wir können also wohl gegen Ende des Jahres damit rechen.

Einschätzung von Felix: Der EV9 ist kein Erfolgsgarant für Kia wie es der EV6 wohl auf einige Zeit bleiben dürfte. Man setzt unter dem Slogan „Mut zur Natur“ kräftige Akzente beim Design, die nicht allen Kunden schmecken werden. Ich zähle mich dazu. Während ich mich freue, das erste Mal in einem EV6 zu sitzen, löst der EV9 direkt Missfallen bei mir aus. Die massige Kiste wirkt für mich am europäischen Markt deplatziert, trotz des Hochlaufs von immer größeren SUVs. Wer bitte braucht diesen Klotz von einem Auto? It is würde mich sehr überraschen, wenn Kia damit an die Erfolge des EV6 anknüpfen kann.


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