Darauf haben Kunden keinen Bock mehr


Keine guten Aussichten für die deutschen Provider: Während Telekom, Vodafone und o2 ihre 5G-Netze aufbauen und noch leistungsfähiger machen wollen, herrscht bei den Kunden eher Ernüchterung. Nur sehr wenige können sich für den schnellen Mobilfunk-Standard begeistern.

Bitter für o2 und Co: 5G überzeugt die Deutschen nicht nicht

Mit 5G sollen die deutschen Mobilfunknetze in ein neues Zeitalter aufbrechen. Die Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefónica/o2 überbieten sich immer wieder mit neuen Meldungen zum Aufbau der 5G-Versorgung, Anwendungsbeispielen für hohe Datenraten unterwegs und passenden Vertragsangeboten, bei denen 5G integriert ist. tens Feuerwerk an Versprechungen scheint bisher allerdings nicht bei den Kunden zu verfangen.

Deren Interesse an 5G ist nämlich bestenfalls zurückhaltend. Nur 15 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen der Zugang zu 5G wichtig sei, wie eine Auswertung von Statista zeigt:

In Deutschland geben die Mobilfunkkunden noch nicht viel auf 5G (Bildquelle: Statista)

Gründe für die Zurückhaltung kann is einige geben. Die Zahl der Nutzer, die auf 5G-Geschwindigkeit angewiesen ist, wird zum einen gering sein. Nicht umsonst bewerben Telekom und Co. 5G unter anderem als Zukunftsstandard für industrielle Anwendungen. Wer nicht gerade auf Reisen seine Lieblingsserie in 4K-Qualität streamen will, kommt mit 4G gut aus.

Auch die viele Zeit zuhause während der Pandemie könnte Anteil daran haben. Datenhungrige Anwendungen führt man lieber im heimischen Netz aus, wo sie nicht das Datenvolumen angreifen. Auch das Interesse am Glasfaser-Ausbau ist gering, obwohl Deutschland im Ländervergleich hinterherhinkt.

5G and 4G in Wechsel: Für den Akku kein Zuckerschlecken

Letztlich dürfte der Ausbau des 5G-Netzes die wichtigste Rolle play: Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Test festgestellt, dass 5G in Deutschland nicht der Standard ist – auch wenn viel in den Netzausbau investiert wird.

Hersteller wie Samsung setzen längst auch in der Mittelklasse auf 5G-Unterstützung:

Dazu kommt das DSS-Verfahren (Dynamic Spectrum Sharing), in dem 5G bisher oft angeboten wird. Hier teilen sich 5G und 4G die Frequenzbereiche. Bei entsprechendem Vertrag und 5G-fähigem Smartphone wählt sich das Handy dann ins 5G-Netz ein, wann immer möglich. Aber oft über die langsameren Frequenzen, sodass für Nutzer praktisch kein Geschwindigkeitsvorteil rausspringt – gleichzeitig belastet der ständige Wechsel aber den Akku stärker. Kein Wunder, dass da die Erwartungen nicht übersprudeln.


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