Gegen Online-Abzocke: Neuer Sparkassen-Browser schützt euch



Die Sparkasse wehrt sich gegen Betrüger und Abzocker, die es auf ihre Kunden abgesehen haben. Mit dem Sicherheits-Browser S-Protect sollen die in Zukunft keine Chance mehr haben, beim Online-Banking einzugreifen. Während der Schritt gut gemeint ist, lehnt man sich jedoch bei der Sparkasse stellenweise etwas zu weit aus dem Fenster.

Sparkassen-Browser: So schützt S-Protect euch beim Online-Banking

Phising-Angriffe und andere Versuche von Kriminellen, an sensible Daten, Kontoinformationen und letztlich euer Geld zu kommen, sind eine Plage des Internets. Weil die Abzocker aber leider nicht selten Erfolg haben mit ihren Maschen, setzt die Sparkasse jetzt auf einen Browser, der mehr Sicherheit fürs Online-Banking bieten soll. Kundinnen und Kunden verspricht man einen Rundum-Schutz für die eigenen Finanzangelegenheiten.

Dafür stellt man den sogenannten gehärteten Browser S-Protect zur Verfügung, der die Sicherheit für Nutzerinnen und Nutzer online erhöht. Dahinter steht ein recht simple Prinzip. Während gewöhnliche Internetbrowser generell auf alle Internetseiten zugreifen können, arbeitet bei S-Protect im Hintergrund eine „Whitelist“. Hier sind die URLs hinterlegt, auf die ihr über S-Protect zugreifen könnt. Alle anderen Verbindungen sind nicht möglich.

Diese Verfahren sorgen ebenfalls für Sicherheit beim Online-Banking:

Der Browser S-Protect soll dabei zugleich leicht zu installieren sein. Er lässt sich sowohl für macOS als auch für Windows direkt bei der Sparkasse herunterladen, etwa bei der Sparkasse Förde. S-Protect bietet demnach sicheren Schutz vor „Datendiebstahl, Phishing-Attacken, gefälschten Websites“. So können etwa auch keine Links von außerhalb direkt im Browser geöffnet werden.

Die rigorosen Sicherheitsprotokolle sorgen nebenbei auch dafür, dass ihr keine anderen harmlosen Websites besuchen könnt. Social Media, YouTube oder ein Einkauf in eurem Lieblings-Onlineshop sind also nicht möglich. Einzig und allein die Seiten der Sparkasse und ihrer direkten Partner sollen über S-Protect erreichbar sein.

Dieses Versprechen der Sparkasse geht zu weit

Mit einem Versprechen schießt die Sparkasse allerdings übers Ziel hinaus: Das Sicherheitskonzept funktioniere so gut, „dass S-Protect sogar auf infizierten Computern sichereres Online-Banking ermöglicht“, schreibt das Finanzinstitut. Ob das stimmt, können wir nicht nachprüfen. Darauf ankommen lassen solltet ihr es nicht. Wenn ihr sicher seid oder fürchtet, dass euer Laptop oder PC von Schadsoftware befallen ist, solltet ihr nicht mit euren sensiblen Finanzdaten weiter darauf arbeiten.


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