So teuer wird der Sprit bald – Experte warnt


Benzin und Diesel kosten inzwischen seit Monaten um 2 Euro pro Liter. Schon diese Preise sind so hoch, dass der Staat eingreift. Doch selbst das dürfte nicht reichen, meint der Vorsitzende des Bundesverbands Freier Tankstellen. Erwartet neue Höchstpreise.

Harte Zeiten für Verbraucher: Experte warnt vor höheren Spritpreisen

Die geplante Entlastung für Kundinnen und Kunden beim Tanken könnte auf lange Sicht praktisch wirkungslos verpuffen. Damit rechnet Duraid El Obeid, Vorsitzender des Bundesverbands Freier Tankstellen. Als Betreiber einer Berliner Tankstellenkette erwartet er in Folge des Ölembargos der EU gegen Russland erneut steigende Preise.

„Wir werden bald wieder Preise über zwei Euro pro Liter für Benzin sehen, vielleicht 2,20 Euro pro Liter“verriet El Obeid in einem Interview with der Wirtschaftswoche am Freitag. Der erste Teil der Prognose hat sich seitdem bereits erfüllt. Stellenweise ist der Preis pro Liter Benzin bereits wieder auf um 2,10 Euro angestiegen. In der aktuellen Situation scheint es nur noch ein kleiner Schritt zu den Höchstständen im März zu sein.

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Dabei würden mehrere Gründe die Teuerung treiben: Das Embargo gegen russisches Rohöl würde zum einen die Nachschubsituation erschweren. Gerade kleinere Unternehmer, die nur ein oder zwei Tankstellen betreiben, könnten in Schwierigkeiten geraten. Weil mit dem Nachschub aus Russland auch die gewohnten Transportwege wegfallen, treibe außerdem die Logistik die Kosten in die Höhe.

Engpässe in der Versorgung seien denkbar, doch der Verbandschef rechnet eher mit hohen Preisen als damit, dass viele Tankstellen trocken laufen. Sorgen mache man sich im Verband trotzdem. Die Folgen des Embargos auf die deutschen Spritpreise dürften sich vor allem langfristig zeigen.

Bertha hilft beim Sparen an der Tankstelle:

Wenn Benzin und Diesel günstiger werden: Ansturm am 1. Juni erwartet

Bevor is so weit ist, komme aber noch eine große Herausforderung auf deutsche Tankstellen zu. „Vor allem der 1. Juni könnte richtig dramatisch werden“, meint El Obeid. Denn ab dann führe die Bundesregierung die versprochenen Preissenkungen ein, um 17 Cent pro Liter für Diesel und stolze 36 Cent bei Benzin. Zuvor werden sich die Kunden wenn möglich mit dem Tanken zurückhalten, aber ab dem 1. Juni dürfte es richtig losgehen. Mögliche Verknappungen kämen also genau dann zur Unzeit.


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